In der gerade laufenden Predigtreihe geht es darum, alle ins Boot zu holen. Wir haben uns als Gemeinde das Ziel gesetzt, allen Menschen zu einer lebendigen Beziehung zu Gott über unseren Herrn Jesus Christus zu verhelfen. Eine große Vision, aber auch eindeutig unser Auftrag.Ich bin erst seit zwei Jahren Christ. Nach meiner Bekehrung habe ich den Wunsch nach Gemeinschaft im Glauben verspürt. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einer geistlichen Heimat gemacht und bin dann in unsere Gemeinde gekommen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Von meiner Natur aus bin ich eher vorsichtig und introvertiert. Deshalb bin ich nach dem Gottesdienst auf meinen Stuhl sitzen geblieben und habe im Stillen gebetet. Aber ich bin nicht lange allein geblieben. Ein lieber Bruder hat mich angesprochen und gefragt, ob er mir behilflich sein könnte. Wir sind ins Gespräch gekommen und ich habe mich angenommen gefühlt. Dann hat er mich mit anderen Gemeindemitgliedern bekannt gemacht. Dadurch bin ich dann in einen Hauskreis gekommen. Auch hier habe ich mich angenommen gefühlt und eine sehr anregende Zeit erlebt.
Nachdem sich der Hauskreis kurze Zeit später aufgelöst hat, gab es wieder einen Bruder, der sich für mich verantwortlich gefühlt hat. Er fragte mich, ob ich mit ihm ein Stück des Weges gemeinsam gehen möchte. Seit dem treffen wir uns regelmäßig alle zwei Wochen. Aus dieser Zweierschaft ist heute eine Freundschaft geworden, die über den geistlichen Austausch hinaus geht. Wir haben gleiche Hobbies und fachsimpeln darüber, wir treffen uns auch einfach mal im Biergarten und haben eine gute Zeit miteinander. Wir können offen über unsere Probleme sprechen. Die gegenseitige Hilfe beschränkt sich dabei nicht auf das Vermitteln von Lehrmeinungen.
Das ist meine Vorstellung einer lebendigen Gemeinschaft. Ein Leben in Jesus Christus, das über den sonntäglichen Gottesdienst hinaus geht. Eine Gemeinschaft von Christen und nicht nur eine fromme christliche Gemeinde. Gegenseitige Unterstützung, nicht nur im Glauben, Verbindlichkeit und die Gewissheit, angenommen zu sein.
Ein schrecklicher Gedanke für mich, ich würde heute noch allein auf dem Stuhl sitzen…
Vor einigen Wochen gab es bei uns in der Gemeinde eine Umfrage, in der wir gefragt wurden, wo wir im Glauben stehen. Mindestens 20 Besucher haben geantwortet, dass sie frisch im Glauben sind. Vielleicht sind das 20 Brüder und Schwestern, die heute noch allein auf ihrem Stuhl sitzen.
Meine tiefe Dankbarkeit, so aufgenommen und ermuntert worden zu sein, veranlasst mich heute, Dich anzusprechen. Wenn Du zu denen gehörst, die noch jung im Glauben sind oder wenn Du noch allein auf Deinem Stuhl sitzt, lade ich Dich herzlich ein, gemeinsam mit einem Mentor ein Stück des Weges zu gehen. Dein Mentor wird Dich unterstützen wenn Du Fragen hast, wird mit Dir gemeinsam in der Schrift forschen und er hat Zeit für Dich. Es geht um Dich, denn Du bist wichtig.
Wenn Du bereits gefestigter im Glauben bist, bitte ich Dich zu prüfen, ob Du als Mentor diese Erfahrung anderen, die vielleicht noch frisch im Glauben sind, auch vermitteln möchtest.
Falls Du Bedenken hast, weil Du nicht weißt, was auf Dich zukommt oder weil Du befürchtest, dieser Aufgabe nicht gewachsen zu sein - diese Ungewissheit habe ich auch. Aber ich vertraue darauf und weiß heute, dass ich nicht allein bin. Und wie hat Keith gesagt? Um Mentor zu sein reicht es, immer einen Schritt voraus zu sein. Und diese Unterstützung wird es für die Mentoren auch aus der Gemeinde geben. Niemand soll allein bleiben.
Wir werden am Dienstag, den 01.06.2010 um 19:00 Uhr in der Gemeinde eine Veranstaltung zum Thema Mentoring haben. Alle Interessierten sind willkommen und ich würde mich freuen, wenn Du auch dabei bist.
Da wir auch für das leibliche Wohl sorgen wollen und dafür wenigstens grob wissen müssen, wie viele Teilnehmer kommen werden, bitte ich Dich um eine Zu- oder Absage über folgenden Link:




