Alternativer Gottesdienst:
Die folgende Teil der Auswertung bezieht sich auf den Fragekomplex zur alternativen Gottesdienstzeit. Insgesamt wünschen 60 Prozent der Befragten einen alternativen Gottesdienst, 40 Prozent lehnen dies ab. Gleichzeitig geben 10 von 75 Befragten zu diesem Thema kein Statement ab. Dabei schwankt der Anteil derer, die eine Notwendigkeit für einen zweiten Gottesdienst sehen durch alle Altersgruppen zwischen 40 und 60 Prozent, mit Ausnahme der Gruppe zwischen 50-59 Jahren, die alle für einen zweiten Gottesdienst stimmen, wobei es sich mit 8 Personen in dieser Altersgruppe um eine geringe Fallzahl handelt.
Auf die Frage „Einen solchen Gottesdienst würde ich besuchen“ geben knapp 13 Prozent der Befragten an, den Gottesdienst anstatt Sonntag, 17 Prozent abwechselnd zum Sonntag und 12 Prozent zusätzlich zum Sonntagsgottesdienst zu besuchen. 40 Prozent hingegen würden einen solchen Gottesdienst nur unregelmäßig/gelegentlich besuchen. 17 Prozent wissen nicht, ob sie einen solchen Gottesdienst besuchen würden. Dies ist nicht verwunderlich, da eine Zeit für den Gottesdienst ja nicht feststeht, ein solcher Zeit aber Grundlage für die Entscheidung für oder gegen einen Besuch sein wird.
27 Prozent der Befragten macht den Besuch eines möglichen alternativen Gottesdienst von einer Kinderbetreuung abhängig. Die große Mehrheit von 73 Prozent hingegen würde diesen unabhängig von einer Kinderbetreuung besuchen.
Die Befragten konnten drei Möglichkeiten angeben, wann sie einen alternativen Gottesdienst besuchen würden. Die größte Überschneidung findet sich für folgende drei Termine: Freitag Abend (12,6 Prozent), Samstag Abend (24,5 Prozent), Sonntag Abend (16,6 Prozent). Alle anderen Termine liegen unter 10 Prozent.
Die Alternative, den Gottesdienst aus Platzgründen per Videoübertragung anzuschauen, findet folgende Resonanz: 22 Prozent können sich dies nie, 70 Prozent nur gelegentlich und damit weniger als 1x pro Monat vorstellen. 14 Prozent würden dies 1x pro Monat, 12 Prozent 2x pro Monat und drei Personen sogar jeden Sonntag tun.
Sollte geplant sein, einen alternativen Gottesdienst anzubieten, sollten die Daten nochmal grundsätzlich gemäß des ausgewählten Termins geprüft werden. Sollte bspw. eine große Zahl derer, die Sonntagsabends einen Gottesdienst besuchen wollen auch Kinderbetreuung wünschen, diese aber nicht geplant sein, schwindet die Akzeptanz für den Sonntagabendtermin erheblich. Sobald also ein mögliches Format vorliegt, kann dieses anhand der erhobenen Daten gegengeprüft werden.
Informiertheit über die Gemeinde:
Der Fragekomplex „Informierheit über die Gemeinde“ soll evaluieren, inwiefern sich die Personen rund um die Gemeinde informiert fühlen, wie sie die Informationen erhalten möchten und was sie über Gesprächsrunden zu Gemeindethemen denken.
In Bezug auf die Aussage „Ich fühle mich über Gemeindethemen gut informiert“ zeichnet sich ein gespaltenes Bild. 50 Prozent stimmen der Aussage „voll und ganz“ bzw. „eher“ zu, jedoch lehnen 48 Prozent die Aussage auch mit „eher nicht“ bzw. „gar nicht“ ab.
Eindeutiger ist das Bild dagegen bei der Frage, ob regelmäßig Gesprächsrunden zur Gemeinde stattfinden sollen. 89 Prozent bejahen diese Aussage, nur knapp 3 Prozent lehnen dies ab. Eine solche Gesprächsrunde wünschen sich 12,5 Prozent jährlich, 28,1 Prozent alle 6 Monate, 37,5 Prozent alle drei Monate. Alle 2 Monate bzw. monatlich sagen 10 Prozent. Zudem geben auch 90 Prozent der Befragten an, diese Gesprächsrunden auch gemäß ihrer präferierten Frequenz besuchen zu wollen. Damit zeigt sich, dass ein enormes Interesse an Gesprächsrunden zur zukünftigen Ausrichtung der Gemeinden besteht. Über die Frequenz besteht jedoch keine Eindeutigkeit.
Bei der Frage, wie die Teilnehmer über Gemeindethemen informiert werden wollen – unabhängig von der Gesprächsrunde – zeigen sich keine eindeutigen Tendenzen. Lediglich das schwarze Brett erreicht mit nur 3,1 Prozent einen verschwindend geringen Anteil. Auffällig ist jedoch, dass sich 18 Prozent eine (abgeschaffte) persönliche Ankündigung vor der Predigt wünschen, hingegen nur 12 Prozent per Video. Das Video wird (bei geringen Fallzahlen) insbesondere in der Altersgruppe 16-20 bevorzugt, bei den 21-29 Jährigen ist dies bereits ausgeglichen. Insbesondere die Personen ab 30 Jahren bevorzugen eine persönliche Ankündigung vor der Predigt. Größte Bedeutung hat der Newsletter mit 27 Prozent. Ansonsten ergeben sich keine großen Differenzen: Hauskreis erreichen mit 15 Prozent, Internet mit 13 Prozent und Informationsrunden nach dem Gottesdienst mit 10 Prozent ähnliche Werte wie auch das Video und die persönliche Ankündigung.
Mitarbeit in der Gemeinde:
In diesem Fragekomplex sollen die Einstellungen der Befragten zur Mitarbeit in der Gemeinde erhoben werden. Gefragt wurde unter anderem danach, ob eine Mitarbeit in der Gemeinde gewünscht oder benötigt ist, aber auch, ob der Freiraum zur Mitarbeit vorhanden ist und wo die Befragten gerne mitarbeiten würden.
96 Prozent der Befragten stimmen der Aussage „voll und ganz“ oder „eher“ zu, dass es allgemein wichtig ist, in einer Gemeinde mitzuarbeiten. 88 Prozent möchten auch aktiv in der Gemeinde mitarbeiten und fast genauso viele gehen davon aus, dass die Mitarbeit in der Gemeinde benötigt wird. Zudem gehen immerhin noch 82 Prozent davon aus, dass die Mitarbeit in der Gemeinde erwünscht ist und 80 Prozent fühlen auch den Freiraum, dies zu tun. Es zeigt sich also, dass die Grundvoraussetzungen für 80 der gefragten gegeben ist, in der Gemeinde mitzuarbeiten. Aus diesem Grund sind zwei Dinge interessant zu erfahren:
- Warum arbeiten Leute in der Gemeinde nicht mit, obwohl sie dies eigentlich als wichtig errachten und den Freiraum dazu spüren?
- In welchen Bereichen möchten die Befragten gerne mitarbeiten?
Die erste Frage müsste in einer zweiten Erhebung eruiert werden. In der Umfrage wurden keine Motive abgefragt, warum Personen mitarbeiten oder dies unterlassen. Mögliche Faktoren könnten mangelnde Ressourcen (Zeit, Geld) sein oder bspw. eine fehlerhafte Einschätzung über die eigenen Fähigkeiten. Insgesamt gibt nur eine Frage in der Umfrage Hinweise über einen möglichen Grund zur Nicht-Mitarbeit: 55 Prozent der Befragten fühlen sich über Möglichkeiten, in der Gemeinde mitzuarbeiten nicht bzw. überhaupt nicht ausreichend informiert.
Zu den Bereichen, in denen die Befragten mitarbeiten möchten, gibt folgende Tabelle nähere Auskunft.
Im Bezug auf ihre aktuelle Mitarbeit in der Gemeinde äußern sich die Befragten wie folgt: 42 Prozent fühlen sich „voll und ganz“ bzw. „eher“ ausreichend vom Bereichsleiter betreut. 37 Prozent verneinen dies, d.h. sie fühlen sich nicht ausreichend betreut. Positiv ist hingegen, dass sich „nur“ 13,6 Prozent der Mitarbeiter überlastet fühlen, wobei der Anteil derer, die dieser Aussage (voll und ganz) zustimmen lediglich bei 3 Prozent liegt. 77 Prozent fühlen sich nicht überlastet.
Matthäus 28,19 und Gemeindezentrum:
„Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem heiligen Geist! Lehr sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt“
In Zusammenhang mit dieser Bibelstelle aus Matthäus 28,19 wurden die Befragten danach gefragt, inswiefern sie (1) die Gründung neuer Gemeinden (2) Größeres Sitzplatzangebot (3) Mehrere Gottesdienste (4) Räumliche Erweiterung der Gemeinde für wichtig errachten. Insgesamt zeigt sich eine breite Zustimmung zu den Aussagen. Die Gründung neuer Gemeinden halten 76 Prozent für wichtig (16,2 Prozent nicht wichtig). Ähnlich verhält es sich auch mit der räumlichen Erweiterung, die 75 Zustimmung und 23 Prozent Ablehnung erhält. Die stärkste Zustimmung findet das „größere Sitzplatzangebot im Gottesdienst“, das bei 83 Prozent Zustimmung findet und nur von 10 Prozent abgelehnt wird. Mehrere Gottesdienste werden von 46 Prozent als Lösung angesehen, aber auch von 42 Prozent abgelehnt.
Dieses Ergebnis wird auch durch den Fragekomplex zum Gemeindezentrum bestätigt. 29 Prozent wünschen sich, dass als erstes für ein größeres Sitzplatzangebot in der Gemeinde gesorgt wird. Dieser Wert wird nur von dem Wunsch nach einem größeren Café (31 Prozent) übertroffen.
Breitere Eingänge: 1%
Größere Foyers: 3,6%
Größere Kinderräume: 8,2%
Backstage Räume: 1%
MehrParkplätze: 14,4%
Mehr Platz im Gottesdienstraum: 28,9%
Größeres Café: 30,9%
Klimaanlage: 7,2%
Bessere Sanitäre Anlagen: 0,5%
Mehr Abstellraum: 3,1%
Schönere Dekoration: 1%
Für den Fragekomplex „Das Gemeindezentrum benötigt“ soll abschließend noch die kumulierte Zustimmung („voll und ganz“ und „eher“) für die abgefragten Bereiche in Prozent angegeben werden, aufsteigend geordnet. Hierbei wurden alle Bereiche einzeln abgefragt. Es zeigt sich, dass „Mehr Parkplätze“, „Größeres Café“ und „Mehr Platz im Gottesdienstraum“ also die drei größten Bedürfnisse wahrgenommen werden.
Gebäudeteil
Bessere sanitäre Anlagen: 8%
Breitere Eingänge: 11%
Backstage-Räume: 12%
Einheitliche Stühle: 13%
Größere Foyer: 21%
Mehr Abstellraum: 23%
Größere Kinderräume: 25%
Klimaanlage im Sommer: 36%
Schönere Dekoration: 42%
Mehr Parkplätze: 57%
Größeres Café: 84%
Mehr Platz im Gottesdienstraum: 88%
Gemeindeprofil:
In der Umfrage wurden die wichtigsten Daten zur Gemeinde erhoben, darunter Anreise zum Gottesdienst, Entfernung vom Gemeindezentrum, Anzahl der Gottesdienstbesuche, Internetgottesdienst und Mitarbeit/Besuch von Gruppen in der Gemeinde.
Die wichtigsten Ergebnisse werden im Folgenden dargestellt.
Die Befragungsteilnehmer bestanden zu 48 Prozent aus Männern und 52 Prozent aus Frauen. In Bezug auf die Altersstruktur ist die Gruppe von 40-49 mit 30 Prozent am stärksten vertreten, gefolgt von den 20-29 und 30-39-jähringen mit knapp über 20 Prozent. Mit knapp über 10 Prozent ist die Gruppe der 10-19jähringen und 50-59jährigen vertreten. Ältere spielen mit zwei Fällen eine vernachlässigbare Rolle.
50 Prozent der Befragten wohnen zwischen 0-10 Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt, bis zu 30km entfernt wohnen knapp 89 Prozent der Befragten. 4 Personen kommen jeweils aus dem Umkreis über 31 bzw. 51km.
93 Prozent der Befragten reisen mit dem PKW zum Gottesdienst an. Öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und „zu Fuß“ spielen keine Rolle. 38 Prozent nehmen ihre Kinder mit zum Gottesdienst, 7 Prozent tun dies nicht und 55 Prozent haben keine Kinder.
52 Prozent besuchen den Gottesdienst jeden Sonntag, der Rest 1-2x pro Monat. Den Internetgottesdienst schauen sich 61 Prozent nie an und 41 Prozent weniger als 1x pro Monat.



